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„HAW-Mitarbeiter sind Opfer der Unvernunft“

„Die HAW und ihre Mitarbeiter sind Opfer der völlig verfehlten deutschen Energiepolitik und der künstlich hoch getriebenen Strompreise geworden.“ Mit diesen Worten reagierte Dr. Werner Marnette, der Vorsitzende des IVH – INDUSTRIEVERBAND HAMBURG E.V. auf die angekündigte Schließung der Hamburger Aluminiumwerke GmbH. „Wenn die Wettbewerbsaufsicht der EU und das Bundeskartellamt der Strompreistreiberei nicht umgehend ein Ende machen, sind in Deutschland etwa 660.000 Arbeitsplätze in der Grundstoffindustrie in ihrer Existenz gefährdet.“

Der IVH habe, erklärten Werner Marnette und der IVH-Vorstandsbeauftragte für Energiefragen Nikolaus Broschek, bereits vor zwei Jahren auf die drohende Fehlentwicklung bei den Strom- und Gaspreisen und die große Gefahr für den Industriestandort Hamburg hingewiesen. „Diese Gefahren für Betriebe und Hundertausende von Arbeitsplätzen sind von der Bundesregierung ignoriert worden. Denn die Energiepreisrallye in Deutschland ist sogar politisch gewollt, um Strom aus Wind und Sonne scheinbar wettbewerbsfähig zu machen.“
„Wir bedauern, dass alle unsere Appelle an die Vernunft der Stromerzeuger in den Wind geschlagen worden sind“, so der IVH- Vorsitzende weiter. Die Hamburger Industrie hatte ein Entgegenkommen des Versorgers gegenüber seinem größten Abnehmer dringend gewünscht. Die enorme Marge zwischen den Erzeugungskosten und dem hoch getriebenen Börsenpreis hätte nach Berechnungen des IVH genügend Raum für die Rettung der HAW gelassen. „Leidtragende der Unvernunft sind die HAW-Mitarbeiter und deren Familien“, sagte Marnette.

Bei Rückfragen:
Marc März
IVH - INDUSTRIEVERBAND HAMBURG E.V.
Kapstadtring 10 22297 Hamburg
Telefon: 040 / 6378–4150 Fax: 040 / 6378-4199
e-mail: Marc_Maerz@bdi-hamburg.de

Hamburg, den 12.07.2005