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Hamburgs Industrie benötigt grundlastfähiges Kraftwerk in Moorburg / „Politik steht bei führenden Industrieunternehmen im Wort“

„Führende Hamburger Industrieunternehmen haben wichtige unternehmerische Entscheidungen in Verbindung mit den Kraftwerksplanungen in Moorburg getroffen. Wir erwarten von der Hamburger Politik, dass sie auch nach der Wahl die Voraussetzungen schafft, die vor der Wahl versprochen worden sind. Wir erwarten den Bau eines grundlastfähigen Kraftwerks in Moorburg für die industrielle Energieversorgung.“ kommentierte Frank Horch, Vorsitzender des IVH – INDUSTRIEVERBAND HAMBURG E.V., die aktuellen Diskussionen anlässlich der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und GAL. „Ein zentraler Bestandteil jeder Wirtschafts- und Standortpolitik ist immer die Stimmung in der Wirtschaft und in der Politik. Die Stimmung in der Hamburger Industrie wird sicherlich stark sinken, wenn Zusagen, auf die man sich verlassen hat, nicht eingehalten werden. Die Frage nach der Umsetzung des begonnen Kraftwerksprojekts darf nicht auf formaljuristische Aspekte reduziert werden.“

„Wir sehen es als unsere Aufgabe an, die bereits erbrachten Vorleistungen und Entscheidungen ausgewählter Unternehmen noch einmal in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.“ so Frank Horch weiter. „Viele renommierte Großunternehmen unseres Verbandes machen sich zu Recht Sorgen um das wirtschaftspolitische Klima am Standort. Bei einer Entscheidung gegen ein Grundlastkraftwerk in Moorburg sehen wir die industrielle Wertschöpfungsbasis in Hamburg, die für über 100.000 industrielle Arbeitsplätze in der Metropolregion sorgt, gefährdet.“

Die größten Vorleistungen der Industrie im Einzelnen:Vattenfall: Im Vertrauen auf die Zusagen der Stadt und die mehrjährige gemeinsame Arbeit am Projekt hat Vattenfall bereits mehrere Hundert Mio. € in das Kraftwerksprojekt investiert. Das Unternehmen hat darüber hinaus 120 Mio. € zusätzlich für Umweltschutzmaßnahmen eingeplant, obwohl das Kraftwerk Moorburg auch ohne diese Investitionen genehmigungsfähig wäre.

Norddeutsche Affinerie: Die NA hat ein geplantes eigenes Kraftwerksprojekt aufgegeben, um sich am Kraftwerk Moorburg zu beteiligen. Wie andere Unternehmen der Grundstoffindustrie kann die NA auf die Versorgung durch ein Grundlastkraftwerk nicht verzichten. Durch die räumliche Nähe werden unnötige Leistungsverluste beim Energietransport vermieden.

Trimet Aluminium: Trimet als mit Abstand größter Stromverbraucher Hamburgs hat die Aluminiumproduktion am Standort unter der Zusage übernommen und wieder angefahren, dass die Hamburger Standortnachteile bei den Energiekosten abgebaut werden. Die Stromnetzkosten für Trimet sind heute am Standort doppelt so hoch wie an anderen deutschen Produktionsstätten. Wird in Moorburg kein Grundlastkraftwerk gebaut, so entstehen für die Aluminiumproduktion in Hamburg allein bei den höheren Durchleitungsgebühren vom nächstgelegenen Grundlastkraftwerk Kosten in Höhe von über 3 Mio. €  p.a. 

 

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