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IVH kritisiert ersten Monitoring-Bericht der Bundesregierung zur Energiewende: „Bericht ist zu optimistisch“

(19. Dezember 2012) Den ersten Monitoring-Bericht zur Energiewende, den das Bundeskabinett heute unter dem Titel „Energie der Zukunft“ verabschiedet hat, kritisiert der Vorstandsvorsitzende des Industrieverbands Hamburg, Michael Westhagemann, wie folgt:

„An dieser ersten, ausschließlich rückblickenden Bestandsaufnahme kritisiere ich, dass sie dazu einlädt, ein zu positives Bild von der Umsetzung der Energiewende zu zeichnen. Verstärkt durch die wohlklingende Präsentation der Daten heute in Berlin sehe ich die Gefahr, dass in der Gesellschaft zu optimistische Schlüsse im Hinblick auf die kommenden Lasten und Anstrengungen für die Verwirklichung der Energiewende gezogen werden. Allein das Anwachsen der Erneuerbaren Energien am deutschen Energiemix auf heute 23 Prozent ist kein Beleg für ein Gelingen der Energiewende. Deutlich im Verzug ist der für den Transport des regenerativ erzeugten Stroms dringend notwendige Netzausbau.“

Westhagemann: „Wir brauchen eine bessere Koordinierung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien zwischen den Bundesländern und zugleich eine Verzahnung mit dem Ausbau der Stromnetze. Das heute ebenfalls von der Bundesregierung verabschiedete Bundesbedarfsplangesetz ist dafür eine wichtige, aber längst nicht hinreichende Voraussetzung.“

Der IVH vertritt als rechtlich selbständige Landesvertretung des Bundesverbands der Deutschen Industrie e.V. (BDI) die Interessen von 230 Industrieunternehmen, industrienahen Dienstleistern und Verbänden am Industriestandort Hamburg.

Ihr Ansprechpartner:
Mario Spitzmüller, Leiter Kommunikation, Telefon: (040) 6378 4142,
mario_spitzmueller@bdi-hamburg.de