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OAM Baustoffe GmbH

"Mit Unterstützung des IVH konnten wir eine neue Fläche für unseren Hamburger Firmenstandort entwickeln. Hier investierten wir 2014 über 3 Mio. Euro."

OAM Baustoffe GmbH, Geschäftsleitung Klaus Bäätjer (l.) und Axel Petzinna (r.) mit Jeffrey Thompson

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Masterplan Industrie 2014

Fortschreibung ist Bekenntnis der Politik zum Industriestandort

Masterplan Industrie stärkt Akzeptanz für die Industrie

(11. Februar 2014) Die Fortschreibung des Masterplan Industrie, der erstmals 2007 unterzeichnet wurde, präsentierten heute der Vorstandsvorsitzender des Industrieverbands Hamburg (IVH), Michael Westhagemann, gemeinsam mit Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch, dem Präses der Handelskammer, Horst-Fritz Melsheimer, sowie Uwe Polkaehn, Vorsitzender DGB Nord im Rathaus.

Der Masterplan Industrie wird auf der Grundlage der bisherigen Erfahrungen mit folgenden Schwerpunkten fortgeschrieben: Flächen für die Industrie, Verkehr als Bedingung für Industrie, Innovationsmetropole Hamburg, Industrie und Umwelt, Energie für die Industrie, Fachkräfte für die Industrie (inkl. Integration und Gleichstellung) sowie Akzeptanz der Voraussetzungen für Industrie. Die clusterpolitischen Themen wurden in die Handlungsfelder „Innovationsmetropole Hamburg“ und „Fachkräfte für die Industrie“ integriert. Jedes Handlungsfeld ist dabei unterteilt in die Bereiche „Kernaussagen und Zielsetzungen“, „Vereinbarungen und Maßnahmen“, „Dialogstrukturen und Umsetzung“ sowie „Kontrolle und Berichterstattung“.

Der IVH-Vorsitzende Michael Westhagemann würdigt das Strategiepapier positiv:

"Der Masterplan Industrie hat sich, trotz einiger bisher nicht verwirklichter Vorhaben, als strategisches Instrument zur Abstimmung und Festlegung wichtiger Rahmenbedingungen für die Industrie in Hamburg bewährt. Insgesamt ist die Fortschreibung des Masterplans Industrie deutlich von einer positiven Haltung gegenüber der Industrie geprägt, einer zentralen Voraussetzung für den Erhalt der Zukunftsfähigkeit der produzierenden Unternehmen an unserem Standort.

Im neuen Masterplan Industrie bekennt sich der Hamburger Senat in der öffentlichen Diskussion zur herausragenden Bedeutung der Industrie für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und für die soziale Stabilität in unserer Stadt und in der Region. Aus gutem Grund haben wir in den Masterplan Industrie 2014 das Handlungsfeld „Akzeptanz als Voraussetzung für Industrie“ neu aufgenommen, weil die Bedeutung von Akzeptanz für unseren Wirtschaftszweig wächst. Für eine erfolgreiche Industriepolitik ist ein industriebejahendes Klima in Politik und Verwaltung und ebenso in der Öffentlichkeit eine Grundvoraussetzung. Wenn hingegen dieser gesellschaftliche Konsens gestört ist, sehen wir langwierige öffentliche Auseinandersetzungen und wirtschaftliche Stagnation, wie mancher Orts zum Beispiel im Vorfeld von großen Infrastrukturprojekten.“

Dank einer breit aufgestellten Industrie am Standort, ist die Metropolregion Hamburg wirtschaftlich so erfolgreich. Wie im Arbeitsprogramm des Senats angekündigt, schreiben Senat der Freien und Hansestadt Hamburg, die Handelskammer Hamburg, der Industrieverband Hamburg e.V. und der DGB Nord den Masterplan Industrie fort. Die vorliegende Fortschreibung ist ein gemeinsames Bekenntnis zum Industriestandort Hamburg und enthält Leitlinien für die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Ziel des Masterplan Industrie ist es, die Zukunftsfähigkeit der Hamburger Industrie dauerhaft zu sichern sowie Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Industrie zu erhalten und neu zu schaffen. Damit haben sich die Beteiligten ein gemeinsames Instrument der Zusammenarbeit erarbeitet. Der Masterplan Industrie ist Handlungsleitfaden für die Abstimmung und gemeinsame Entwicklung von Strategien.

Bürgermeister Olaf Scholz: „Die Industrie ist in Hamburg ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Um die Leistungsfähigkeit des Industriestandorts Hamburg zu erhalten, braucht die Industrie geeignete Rahmenbedingungen. Der Masterplan verfolgt das Ziel, Hamburgs Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit in dieser Hinsicht zu stärken, um Beschäftigung und wirtschaftliches Wachstum auf Dauer sicherzustellen.“

Senator Frank Horch: „Wir haben uns viele Handlungsfelder vorgenommen, die alle wichtig für den Standort sind. Mit liegt das Thema „Innovationsmetropole Hamburg“ besonders am Herzen. Hier sollen u. a. die für die Industrie wichtigen anwendungsorientierten Forschungseinrichtungen in Hamburg weiter ausgebaut und die Weiterentwicklung der hamburgischen F&I-Parks vorangetrieben werden. Die Innovationsfähigkeit eines Standortes hängt ebenfalls entscheidend davon ab, ob in ausreichendem Maße exzellent ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung stehen. Deshalb wollen Stadt und Industrie gemeinsam geeignete Rahmenbedingungen dafür schaffen.“

Fritz Horst Melsheimer, Präses der Handelskammer, betonte die Bedeutung des Produzierendes Gewerbes für den Wirtschaftsstandort Hamburg: „Ein starker industrieller Kern liegt nicht nur im Interesse der Branche selbst, sondern auch vieler anderer, mit den Industrieunternehmen unserer Stadt unmittelbar verbundener Branchen im Zuliefer-, Absatz- und Dienstleistungsbereich." Gleichzeitig bekannte er sich zum Masterplan Industrie: „Ich bin von der Sinnhaftigkeit solcher Verabredungen zwischen Politik, Wirtschaft und Arbeitnehmervertretungen zutiefst überzeugt, schaffen sie doch eine Plattform zur Kommunikation und Umsetzung gemeinsamer Anliegen mit hoher Verbindlichkeit.“

Uwe Polkaehn, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschafsbundes Nord (DGB Nord): "Gute Industriepolitik denkt nicht nur in Quadratmetern und Ländergrenzen - sie fördert attraktive Arbeitsbedingungen für Fachkräfte, Beschäftigung und Qualifizierung, innovative Produkte und die regionale Zusammenarbeit. Industrie darf kein Schimpfwort sein, in ihrer sozialen und ökologischen Erneuerung liegen große Chancen für Wohlstand und Arbeitsplätze. Die Gewerkschaften wollen alle Menschen an diesem Wandel beteiligen, sie fördern den Dialog aller Akteure und unterstützen eine gestaltende und aktive Industriepolitik, denn der Markt ist blind gegenüber sozialen und ökologischen Herausforderungen. Die Kooperation der norddeutschen Länder kommt endlich voran, etwa beim Ausbau der Windenergie oder in der Verkehrspolitik. Der Senat spricht mit den Sozialpartnern auf Augenhöhe - das schafft Chancen, dass die Verabredungen fruchtbar werden. Der Masterplan Industrie leistet einen wichtigen Beitrag, um die Metropolregion zu einem Kraftzentrum qualitativen Wachstums für die gesamte Bundesrepublik zu entwickeln."

Hervorzuheben sind aus Sicht des IVH im neuen Masterplan industrie-bejahende Formulierungen wie: „Die Industrie erhält in Hamburg Raum für Wachstum und Veränderung“ und „aktiv genutzte Industrieflächen sollen durch das Heranrücken schutzbedürftiger Nutzungen nicht beeinträchtigt oder gefährdet werden“. Außerdem schreiben die Partner fest: „Bei der Ausweisung von Schutzgebieten nach der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie (FFH-Gebiete) sollen negative Auswirkungen auf unternehmensspezifische Entwicklungen in Hamburg vermieden werden“ sowie: „Die Umsetzung des Masterplans Industrie wird geprägt vom möglichst gleichrangigen Schutz von Industrie, Wohnen sowie Naturräumen und Gewässern“.

Details zu den einzelnen Handlungsfeldern und weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Fortschreibung des Masterplan Industrie. Er ist abrufbar auf der Internetseite www.hamburg.de/bwvi

Masterplan 2014 [PDF-Download, 872 KB]

Kontakt zur Pressestelle der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation:
Susanne Meinecke, Tel.: 040-42841-2239
pressestelle@bwvi.hamburg.de
www.hamburg.de/bwvi

Mario Spitzmüller, Leiter Kommunikation, Telefon: (040) 6378 4142,
mario_spitzmueller@bdi-hamburg.de